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INSEKTEN (Bienen, Hummeln, Wespen, Hornissen)

Hellmuth Wolf

Hellmuth Wolf
Buchweg 11
63872 Heimbuchenthal
Telefon: 06092 99 51 17
Gründungsmitglied
Fachkraft für Wespen und Hornissen
Tadeusz Kostyszyn

Tadeusz Kostyszyn
Jägerstraße 21
63875 Mespelbrunn
Telefon: 06092 99 56 71
seit 2014 Mitglied im AKN
Spezialist für Bienen

Jürgen Dierks

Jürgen Dierks
Jägerstraße 23
63875 Mespelbrunn
Telefon: 06092 5568
seit 1993 Mitglied im AKN
Spezialist für Hummeln







WAS KRIBBELT UND KRABBELT SO ALLES HERUM?

DER RICHTIGE UMGANG MIT WESPEN!

DAS STERBEN DER WESPEN!



WAS KRIBBELT UND KRABBELT SO ALLES HERUM?

Sie sind beim Fachbereich Insekten angekommen!

Der Bereich der Insekten - auch Kerbtiere genannt - ist sehr breit gefächert, denn fast zwei Drittel aller Tiere, die auf der Welt leben, sind Insekten. Man kennt fast eine Million Arten, in Deutschland ca. 40.000.

In Fossilien wurden Insekten nachgewiesen, die etwa 400 Millionen Jahre alt sind. Seither haben sie sich über alle Lebensräume verbreitet. Sie leben auf dem Land und im Wasser, im Eis und in der Wüste. Sie sind Pflanzenfresser, Räuber oder Schmarotzer. Die meisten Insekten leben einzeln. Einige bilden aber auch die größten aller Tiergemeinschaften.

Zu den Insekten zählen Tierarten, die sich kaum ähnlich sehen: Käfer, Schmetterlinge, Ameisen, Heuschrecken, Wanzen, Libellen und viele mehr.

Ihr Körper besteht aus drei Teilen: Kopf, Brust und Hinterleib. Am Bruststück sitzen drei Beinpaare. Insekten haben also sechs Beine. Fast alle Insekten haben auch zwei Paar Flügel. Und sie besitzen Fühler. Damit können sie riechen, schmecken und tasten.

Spinnen sind keine Insekten und bilden eine eigene Tiergruppe und haben übrigens acht Beine!

Wir wollen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, sollten Sie einmal Probleme mit Insekten haben oder auch nur Fragen dazu. Wenden Sie sich an unsere Spezialisten!

Nachfolgend ein Beitrag von Hellmuth Wolf der Ihnen vielleicht Ihre Angst und Scheu vor Hornissen und Wespen nehmen wird, sowie eine kleine Anleitung für ein stressfreies Zusammenleben mit Wespen:

DA WAR DOCH NOCH WAS MIT DEM HORNISSENNEST? - WISSENSWERTES!

Viele Insekten leben in Großfamilien, Familien mit einigen, andere mit mehreren hundert bis tausenden Mitgliedern (Staaten). Familien, die über den Winter in einem Tiefschlaf verfallen, andere, die in voller Aktivität überwintern und solchen, die mit dem Winterbeginn vollständig absterben. Bei Letzteren erfolgt die Arterhaltung durch besondere, befruchtete Einzeltiere, die versuchen, für den Winter einen geschützten Unterschlupf zu finden, um dann, allein, auch im Tiefschlaf ,diese Zeit zu überstehen. Warum das, nun, es fehlt die Ernährungsgrundlage für einen ganzen Staat oder die zur Lebenserhaltung erforderliche Umwelttemperatur.

AKN Insektenschutz

Hummeln, Wespen und Hornissen (Hornissen sind auch Wespen), auch bestimmte Wildbienen gehören zu den zuletzt genannten Arten. Ihr Staat stirbt völlig ab und die Fortpflanzung übernimmt ein starkes, weibliches Tier, das die Überwinterung geschafft hat, die Königin. Sie beginnt sofort nach dem Erwachen im Frühjahr mit der Suche nach einem geeigneten Platz zum Aufbau eines neuen Staates und dies ist nicht einfach. Fluginsekten, wie die genannten, begründen, erstellen und pflegen ihren Staat in geschützten Unterkünften. Das sind Baumhöhlen, Felsnischen, Dachböden, auch unterirdische Höhlen, z.B. Maus- oder Kaninchenhöhlen und in der Not auch Rollladenkästen. Ein solches Quartier ist eben bei dem großen Ordnungs- und Sauberkeitsstreben des Menschen nicht einfach zu finden. Es kommt hinzu, dass sehr oft große Bedenken, ja Angst bei den Menschen aufkommt, wenn ein Insektenstaat in deren Nähe entsteht. Somit haben es die Tiere doppelt schwer, einen neuen Staat zu gründen.

Wir, der Arbeitskreis Natur e.V., hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Tiere und deren Umfeld zu schützen, Sorgen bei betroffenen Menschen abzubauen und ggflls. auch Hilfe zu leisten.

Sie sollten wissen:

Die junge Königin baut niemals unmittelbar an der gleichen Stelle, schon gar nicht im alten Nest. Die Tiere sind von Natur aus nicht aggressiv, eher sehr scheu. Es kommt nur zu aggressivem Verhalten, wenn sie sich bedroht fühlen oder bedroht werden.

Hornissen, die größte Wespen, sind Insektenjäger, also nicht an Süßem interessiert und sind überhaupt nicht aggressiv.

Bestimmte Arten der kleineren Wespen sind eher Nascher und kommen daher auch auf den Balkon- oder Gartentisch, ohne dass ein Staat in unmittelbarer Nähe besteht.

Die Tiere und der Staat stehen unter Naturschutz, dürfen also nicht belästigt oder gar vernichtet werden. Eigene Eingriffe jeder Art sind strafbar. Es kann nicht sein, dass ein Insektenstaat (-nest) mit Sprühschaum einfach ausgeschaltet wird.

Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Flugrichtung von und zum Nest durch Verdrängen bzw. Umlenken, mit Pappe oder Tüchern, zu ändern. Falls Sie das selbst anbringen wollen: Kopftuch / Mütze aufsetzen!

Wurde ein Nest in sehr bedrohlicher Nähe erbaut, dann kann unter Umständen von der Naturschutzbehörde die Erlaubnis eingeholt werden, den Staat umzusiedeln.

Das Umsiedeln darf nur von hierzu ausgebildeten Personen vorgenommen werden.

Es gibt ein Verstänkerungsmittel zu kaufen, das Wespen vom Tisch odgl. vertreibt.

Ein Stich ist grundsätzlich ungefährlich. Ein uraltes Rezept sagt, eine halbierte Zwiebel auf den Stich pressen. Lediglich bei Allergien und mit Kleinkindern sollte man, wenn gestochen, einen Arzt aufsuchen.

Wir empfehlen, die Tiere dort zu belassen und zu schützen, wo sie sich den Nestort selbst ausgesucht haben. Es gibt immer einen Weg, mit den Tieren zu leben, auch zu beobachten und Interessantes zu lernen. Wir wollen Ihnen dabei helfen.

Wenn Sie Fragen haben, bitte wenden Sie sich an uns. Wir hoffen, dass Sie, falls ein Nest in Ihrer Nähe entstehen sollte, ein Jahr voller neuer Erkenntnisse haben werden.

HWW 0416
Hellmuth Wolf - Arbeitskreis Natur e.V.


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DER RICHTIGE UMGANG MIT WESPEN!

Wenn es „Interessenskonflikte“ zwischen Menschen und Wespen gibt, dann können die nachfolgenden Informationen hoffentlich zu einem stressfreien gemeinsamen Leben beitragen. Hier ein paar Tipps vom NABU Deutschland:

AKN Insektenschutz

Wespenarten

Wespenarten können in staatenbildende und einzellebende (solitäre) Arten unterteilt werden. Bei uns leben insgesamt acht staatenbildende Wespenarten. Diese einjährigen Nester werden nie ein zweites Mal bezogen. Von den heimischen 8 Hornissen- und Wespenarten können lediglich 2 Arten, nämlich die Deutsche Wespe und die Gewöhnliche Wespe lästig werden, da nur diese auch an zuckerhaltige Speisen gehen. Alle anderen Arten sind harmlos und meiden die Nähe des Menschen. In dem "Steckbrief" finden Sie eine tabellarische Übersicht über die heimischen Wespenarten.

Wie verhält man sich richtig, damit es keine Probleme mit den Tieren gibt?

- Am Kaffeetisch und beim Grillen: Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Vermeiden Sie deshalb heftige Bewegungen.

- Auch das Wegpusten der Tiere ist nicht ratsam: Das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal.

- Nur zwei der acht heimischen Wespenarten stehen auf Süßspeisen und Fleisch / Wurst, nämlich Deutsche Wespe und Gemeine Wespe. Es ist sinnvoll, Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Nach dem Essen sollte bei Kindern der Mund abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken.

- Nie direkt aus der Flasche trinken. Am besten Getränke mit dem Strohhalm trinken.

- Um von den ungeliebten Tischgästen gänzlich in Ruhe gelassen zu werden, empfiehlt sich eine Ablenkfütterung. Die Schülerinnen Maike Sieler und Henrike Weidemann fanden bei einem Experiment für „Jugend forscht“ heraus, dass sich überreife Weintrauben dazu am besten eignen. Fünf bis zehn Meter vom Ort des eigentlichen Geschehens entfernt aufgestellt, halten die Früchte die Wespen in Schach. Auch verdünnter Honig erwies sich als effektiv, ist aber schnell aufgebraucht. Außerdem lockt er Bienen an. Vorsicht: Unverdünnte Marmelade oder reiner Honig wirken als Ablenkung weniger gut. Sie machen die Tiere aggressiv. Vom Kauf von mit süßem Saft oder Bier gefüllten Wespenfallen rät der NABU ganz ab. Die Tiere sterben in der Flüssigkeit einen qualvollen Tod. Zudem gehen nur alte Tiere in die Falle. Das aktive Volk wird nicht dezimiert.

- Wespen können von Gerüchen wie Parfum, Cremes, Holzmöbelpolitur oder ähnlichen Düften angezogen werden. Außerdem fliegen Sie gerne auf bunte Kleidung.

- Um Wespen, Bienen und andere Insekten aus dem Haus zu halten, empfiehlt es sich, Fliegengaze an Fenstern und Türen insbesondere den Küchen-, Bad- und Kinderzimmerfenster anzubringen.

- Haben sich trotz aller Vorkehrungen Wespen ins Haus verirrt, wird ein Glas über das Insekt gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als Boden untergeschoben, um das Tier wieder nach draußen zu bringen.

- Wespennester am Haus dürfen nicht einfach eingeschlossen werden, da sich die Tiere dann einen anderen Ausgang suchen und so ins Haus gelangen können. Am verschlossenen Einflugloch müssen Sie dann mit aggressiven Wespen rechnen.

- Bleibt man auf einer Distanz von zwei bis drei Metern zum Nest und versperrt die Flugbahn der Wespen nicht, fühlen sie sich nicht bedroht.

- Obst rechtzeitig abernten und aufsammeln. Blattläusen mit biologischen Maßnahmen vorbeugen beziehungsweise diese bekämpfen, da die süßen Ausscheidungen der Läuse Wespen anziehen.

- Nach den ersten Frostnächten im Herbst gehen die Wespen ein. Man kann das Nest dann gefahrlos entfernen. Es empfiehlt sich, die Stelle gut zu säubern, denn Wespen orientieren sich am Geruch. Wohnungssuchende Königinnen könnten sonst im nächsten Jahr wieder an der Stelle einfinden, an der es „nach Wespe riecht“.

- Falls sich Wespen an ungünstiger Stelle angesiedelt haben, wenden Sie sich an Fachkundige vor Ort für eine Beratung. Manchmal gibt es sogar die Möglichkeit, ein problematisches Nest schonend umsiedeln zu lassen anstatt es gleich dem Schädlingsbekämpfer zu überlassen. Lassen Sie sich immer erklären und zeigen, welche Mittel der Schädlingsbekämpfer einsetzen will. Insbesondere bei der Abtötung von Wespennestern in Rollladenkästen kann es zu einer unnötigen Raumluftkontamination kommen, wenn ungeeignete Mittel eingesetzt werden.

- Übrigens besteht kein grundsätzlicher Anspruch des Nachbarn auf Entfernung des Nestes. Man haftet also nicht für das Nest und seine Folgen, es sei denn, man hat es gezielt und bewusst dort angesiedelt.

Zusammengestellt von Hubert Brand – Arbeitskreis Natur e.V

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DAS STERBEN DER WESPEN!

Spätestens Mitte November, wenn der Winter vor der Tür steht,
ist das große Sterben bei den Faltenwespen in vollem Gang.


Alle Tiere sterben, auch die alte Königin. Sie ist ausgezehrt und kraftlos. Was dann noch bleibt und hungert, stirbt beim ersten Frost.

Alle empfundenen Bedrohungen und Ängste, die wir empfunden haben, sind damit überholt! Mal ehrlich, hatten Sie wirklich ernsthafte Probleme mit Wespen, Hummeln und Hornissen? Nur zwei Wespenarten können aufdringlich werden. Hoffentlich haben Sie unseren Rat befolgt, die Tiere in Ruhe ihren Staat bauen und betreuen zu lassen. Sie sollten aber auch immer daran denken, dass Menschen mit Allergien bei jedem Stich sehr empfindlich reagieren können und wirklich bedroht sind. Das ist aber dann auch ein Extremfall.

Sie wissen doch, wir beraten Sie gerne oder bieten Hilfe an beim Anbringen von Flug-Umleitungen oder, wenn es unabwendbar und unumgänglich ist, auch beim Umzug der Tiere. Vielleicht hatten Sie aber auch Gelegenheit, das Leben dieser Insekten zu studieren und haben viel Neues erfahren.

AKN Insektenschutz

Und bitte keine neue Angst, die Nester werden außer von ganz wenigen Hummelarten im kommenden Jahr und danach nicht mehr bezogen. Möglich ist allerdings, dass den Insekten die Unterkunft sehr gut gefallen hat und dann im kommenden Jahr von den Königinnen erneut Nester in der Nähe begonnen und damit neue Staaten gegründet werden. Daher ist jetzt die allerbeste Zeit Behinderungen zu schaffen, Fluglöcher zu verschließen und natürlich die Hinterlassenschaften zu beseitigen. Doch, bitte belassen Sie die alten Nester noch eine Weile unbeschädigt am Ort. Andere Insekten benutzen diese zur Überwinterung oder ernähren sich von den Waben. Im nächsten Frühjahr können Sie dann die alten Nester beseitigen und diese dabei auch von innen studieren.

Beitrag von Hellmuth Wolf – Arbeitskreis Natur e.V./ Oktober 2016


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